Letztes Wochenende haben wir uns vorgenommen mal wieder richtig zu verreisen, da man echt vermisst mal etwas aus dem Dorf zu kommen, wenn man unter der Woche die ganze Zeit arbeitet.
Wir sind relativ entspannt an den größten Stausee in Ghana (Volta Lake) gefahren und haben uns dort in einem Resort einquartiert. Resort bedeutet in Ghana meistens Touristen, gutes Essen und ein bequemes Bett!
Während dessen wir das Wifi und das normale Essen genossen haben und relativ viel in dem Resort entspannt haben, haben wir auch eine mehr oder weniger große Kanu Tour auf dem See gemacht (sehr Ghana Style: ohne Rettungswesten und ohne Guide)
Am Nachmittag sind wir dann noch in ein sehr gutes Hotel gefahren, dass dementsprechend für Ghana auch sehr teuer war! Was für mich auch neu war, da die meisten Hotels in Ghana sehr billig sind, aber dann auch nicht entsprechend komfortabel.
Da meine Mitbewohnerin am nächsten Tag nach Hause geflogen ist sind wir am Abend auch schon wieder nach Dodowa zurückgefahren!
Im Krankenhaus habe ich mich mittlerweile eingearbeitet! Es braucht erstmal seine Zeit, die Kultur hier zu verstehen und auch die Menschen, und je länger ich hier bin, desto mehr verstehe ich diese Welt! Ich habe gemerkt, dass man sich erstmal verstehen muss, wie man mit den Ghanaern umgehen muss! Zum Beispiel ist es hier sehr wichtig zu grüßen, wenn man das auch macht, bekommt man meistens eine Antwort. Also eine Kultur die sich Respekt und Freundlichkeit viel Wert legt. Und das sind Dinge mit denen ich mich davor noch nicht beschäftigt habe, weil ich mich immer auf anderes konzentrieren musste. Aber je mehr man sich an das Land und die Kultur gewöhnt, desto mehr wird man sich integriert. Auch hatte ich Konversationen die einem auch die Augen öffnen! Ghana ist generell ein sehr friedliches Land, in dem Respekt eine große Rolle spielt. Die Menschen sind sehr herzlich untereinander und versuchen vor allem alle zu integrieren und viel zu zeigen und mit Ihnen respektvoll umzugehen (zwar erlebt man das nicht überall, aber bei den meisten)
An das Durchfragen im Krankenhaus habe ich mittlerweile gewöhnt. Ich sehe und lerne sehr viel, auch wenn das manchmal einfach abwarten fordert! Die letzten Tage ist auch sehr passiert im Krankenhaus! Unter den ganzen Geburten und faszinierenden Babys und Müttern, gehören leider auch Situationen dazu die nicht einfach zu verarbeiten sind und mit denen ich auch so noch nie so konfrontiert worden bin! Operationen oder Momente über die man nachdenken muss, um sie zu verstehen, über die man reden muss, damit sie einen nicht zu sehr belasten. Zumal die Ärzte und Schwestern auch mit Tod und Schmerz ganz anders umgehen, vielleicht auch weil sie es schon so oft gesehen haben.
Wenn man sich interessiert verhält, dringt man manchmal auch an Ärzte vor die sehr viel wissen, die bewundernswert sind und die es lieben zu unterrichten und Fragen zu beantworten.
Am Anfang dachte ich, dass es vielleicht langweilig in der Geburtshilfe werden könnte, da man ja jeden Tag nur das selbe sieht aber im Gegenteil! Wenn man nichts hinterfragt scheint es vielleicht immer dasselbe zu sein, aber es gut so oft trotzdem neue Situationen oder Fälle! Generell musste ich mich am Anfang erstmal an den Alltag im Krankenhaus gewöhnen, da es unter vielen netten Schwestern auch einige gibt, die sich über Weiße lustig machen, aber damit muss man einfach lernen umzugehen.
Hallo Becci, mit Baby, was für ein süßes Bild. Habe Deinen Bericht gelesen und festgestellt, es gibt schon Gemeinsamkeiten z.B. das Grüßen. Hier ist das ja auch sehr wichtig. Ich denke es ist einfach eine gewisse Wertschätzung des Menschen und verkleinert die Anonymität. Ich bin begeistert wie du dich so einarbeitest, auch in die Eigenarten der Menschen .Lass dir durch nichts deine Zeit dort verdrießen, das wünscht dir dein Ömchen, Bussi Bussi!!!!!
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