In den letzten Wochen ist nicht ganz so viel passiert, deshalb auch weniger Updates. Trotzdem schätze ich die Zeit hier sehr und kann mir gar nicht vorstellen in einem guten Monat schon wieder auf deutschem Boden zu stehen, da ich mich mittlerweile an alles gut gewöhnt habe und die ghanaische Welt zur Normalität geworden ist.
In den letzten Wochen sind zwei neue Freiwillige angekommen, trotzdem alle sehr viel älter sind, stelle ich unter dem Team den Senior dar, der schon seit drei Monaten in Dodowa lebt und sich mit allem gut auskennt (manchmal etwas nervig, da sich alle an mich wenden).
Letztes Wochenende sind wir nach Keta und Ada Foah gefahren, zwei Orte, die direkt am Meer im Osten Ghanas (Nähe Togo) liegen, gut zum entspannen sind, aber an denen nicht sehr viel los ist. Wir haben uns in zwei sehr ghanaischen Hotels eingebucht, was bedeutet, dass gerade so die notwendigsten Dinge gegeben waren: fliesendes Wasser, ein Ventilator und ein Bett! Trotzdem war es ein Erlebnis! Was man sich in Ghana vielleicht merken sollte: man kann sehr günstig reisen, aber bekommt dann dementsprechend auch nicht sehr viel geboten.
Generell haben wir das Wochenende ziemlich gut genutzt und haben einen Trip mit einem Guide an mehrere Inseln unternommen!
Unter der Woche arbeite ich nach wie vor in der Entbindung, schreibe mir viel auf und lerne viel über Schwangerschaft, Entbindung, Komplikationen während all dem und werde auch nach wie vor mit kritischen Situationen konfrontiert. Dennoch merke ich, dass ich gegenüber diesen Situationen eine harte Haut bekommen habe, da ich gelernt habe drüber hinweg zu schauen.
Donnerstags und Freitags bin ich jetzt wieder regelmäßig im outreach (was bedeutet ich verarzte wie im ersten Projekt Wunden). Neuerdings geben wir auch mehrere Health- Talks über Hepatitis B, HIV und Diabetes (hier sehr häufig verbreitet) und untersuchen auch Erwachsene, wie Lehrer oder Eltern in Communities. Die Schulbildung ist hier sehr gut, aber auch etwas vom Geld abhängig: wer mehr Geld hat, kann es sich leisten die Kinder auf eine bessere Schule zu schicken. Dementsprechend gibt es vor allem in armen Communities oder Dörfern viele Erwachsene, die nicht über HIV/ Aids oder Hep B aufgeklärt sind, was wir dann ändern können! Die Interaktion mit Menschen und Kindern macht mir sehr Spaß und ist auch eine gute Abwechslung nach drei Tagen Observation im Krankenhaus!
Neben den guten Seiten, gibt es wie ich wahrscheinlich schon erwähnt habe auch negative Seiten im Hospital, wie zum Beispiel die Tatsache, dass man relativ oft zum putzen da ist, aber da muss man auch versuchen drüber hinweg zu schauen.
Mit weniger Freiwilligen in Team fällt es schwieriger zu verreisen, da vieles teurer wird, deswegen habe ich mir dieses Wochenende auch frei genommen, um viel zu recherchieren! Gut, dass ich schon sehr viele Orte in Ghana bereist habe und es nur noch ein paar gibt, an die ich gerne fahren würde!
Bis bald!!
Jetzt bist du also in punkto Reisen der alte Hase und kannst den Anderen schon behilflich sein !!
Dein Bericht klingt, als ob du schon ewig da wärst. Ich bin mal wieder total begeistert und freue mich für dich über die vielen Erfahrungen die du dort machst. Weiterhin eine abwechslungsreiche Zeit wünscht dir deine Omi!!!!!!!!!
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